AD-Präsident Rob van Gils: Neue Bundesregierung muss jetzt zügig liefern.

Die deutsche Aluminiumindustrie befindet sich weiterhin unter erheblichem Druck. Das Produktionsvolumen in den Betrieben hat sich im ersten Quartal auf geringem Niveau stabilisiert.

AD-Präsident Rob van Gils betonte: „Das versprochene Aufbruchsignal aus dem Koalitionsvertrag muss jetzt endlich kommen. Deutschland droht auch 2025 ohne Wachstum dazustehen. Die Industrie braucht eine Senkung der Energiepreise und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und Wachstum – das ist die einzig richtige Antwort auf die Rückkehr des kranken Mann Europas.“

1. Quartal 2025: Weiter keine Erholung des Produktionsvolumens

Die Produktion der deutschen Aluminiumindustrie befindet sich weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Aluminium-Recycler produzierten im Zeitraum von Januar bis einschließlich März gut 703.000 Tonnen Recyclingaluminium – ein Plus von +3 Prozent.

Die weiterverarbeitenden Produzenten von Aluminiumhalbzeug verzeichneten zum Jahresstart 2025 eine Seitwärtsbewegung. Nach elf rückläufigen Quartalen in Folge lag das Produktionsvolumen der Betriebe in den ersten drei Monaten dieses Jahres bei rund 576.000 Tonnen (+1 Prozent). Darunter verbuchten die Hersteller von Walzprodukten mit 456.000 Tonnen einen Zuwachs von 2 Prozent. Die Fertigung von Aluminium-Strangpressprodukten ging hingegen um 2 Prozent auf 121.000 Tonnen zurück.

Van Gils weiter: „Von Entspannung kann weiter keine Rede sein – die Strangpresser mussten sogar einen erneuten Rückgang hinnehmen. Die Nachfrage bleibt schwach. Viele Kunden haben ihre Lager aufgrund des gesunkenen Aluminiumpreises im ersten Quartal aufgefüllt. Das hat die Nachfrage kurzfristig gestützt.“

 

 

 

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Tim Stappen
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