Die deutsche Aluminiumindustrie warnt vor dramatischen Folgen der neu in Kraft getretenen US-Zölle auf Aluminium. Während Primäraluminium und aluminiumintensive Produkte mit einem hohen Zoll belegt werden, bleiben Aluminiumschrotte zollfrei – mit fatalen Folgen für den europäischen Markt. US-Unternehmen kaufen Schrotte zu Höchstpreisen an, was zu einer zunehmenden Verknappung bis hin zum Ausverkauf in Deutschland und Europa führt.

EU muss Exportzölle auf Aluminiumschrotte einführen

Rob van Gils, Präsident von Aluminium Deutschland, betont: „Die Bundesregierung muss sich in Brüssel für Exportzölle auf Aluminiumschrotte einsetzen, um den unkontrollierten Abfluss aufzuhalten und faire Wettbewerbsbedingungen für die deutschen Recyclingbetriebe zu sichern. Ohne schnelles und entschlossenes Handeln der EU werden über Jahre geschaffene Strukturen der Kreislaufwirtschaft zerstört und Unternehmen aus dem Markt gedrängt.“

Transformationsziele in Gefahr

Van Gils weiter: „Die Unternehmen spüren den Engpass bereits. Wenn wir nicht sofort handeln, verschärft sich die Schrottknappheit dramatisch. Das gefährdet nicht nur den Ausbau der Kreislaufwirtschaft, sondern untergräbt auch die Dekarbonisierungsziele und die Rohstoffsicherheit Europas.“

 

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Tim Stappen
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