Nachhaltige Lösungskonzepte weiter im Focus – Großer Auftritt von kleineren Tuben

Die Gewinner des renommierten „Tube of the Year Award 2024“ der European Tube Manufacturers Association (etma) stehen fest. Die Wahl zur Tube des Jahres fand am 23. Mai 2024 im Rahmen der etma Jahrestagung in Warschau statt. Dort kürte eine siebenköpfige Jury aus den Reihen der Mitgliedsunternehmen die jeweils besten Tuben in den Kategorien Aluminium, Kunststoff, Laminat, Prototypen und Nachhaltigkeit. Mit ihrem jährlich durchgeführten Wettbewerb demonstriert die etma jedes Jahr aufs Neue die Kreativität, Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der europäischen Tubenindustrie. Über die Grenzen Europas hinaus setzt der Award weltweit Maßstäbe für zukunftsweisende und nachhaltige Verpackungslösungen von höchster Qualität.

Der Generalsekretär der etma, Gregor Spengler, zeigte sich mit der Qualität und den Ergebnissen des etma-Awards ausgesprochen zufrieden: „Auch im diesjährigen Wettbewerb haben die europäischen Tubenhersteller wieder ihre starke Innovationskraft und Kreativität unter Beweis gestellt. Das zeigt nicht zuletzt auch die große Zahl der für den Wettbewerb eingereichten Tuben in der Kategorie Prototypen. Diese Entwicklung freut mich besonders, denn ich werte gerade dies als Indikator für den großen Ideenreichtum unserer Mitgliedsfirmen, der ein Garant für die Zukunftsfähigkeit des Packmittels Tube ist.“

Sieger bei den Aluminiumtuben wurde in diesem Jahr eine Tube von Chanel, die von Tubex Aluminium Tubes produziert wird. Anknüpfend an den Erfolg der beliebten Chance-Düfte hat Chanel ein limitiertes Set mit drei Chance-Handcremes auf den Markt gebracht. Die sanften, erfrischenden Cremes enthalten die bekannten blumigen Düfte von Chance, Chance Eau Fraiche und Chance Eau Tendre. Jede Tube ist in einem zarten Pastellton gehalten, der zum jeweiligen Parfüm passt und den eleganten Stil der Marke widerspiegelt. Abgerundet wird das Design durch eine perlmuttartige Oberfläche und einen eleganten achteckigen Verschluss. Die Cremes werden in einer eleganten Schachtel geliefert, die alle drei Düfte enthält. Neben ihrer eleganten Ästhetik sind die Tuben auch äußerst nachhaltig: Chanel hat sich für die Blue Tube Evo von Tubex Aluminium Tubes entschieden, die als erste Tube der Welt zu 100 % aus recyceltem Aluminium hergestellt wurde. Das innovative Material besteht zu 95 % aus PCR-Material, ist unendlich oft recycelbar und reduziert die Kohlenstoffemissionen erheblich. Für eine Marke, die auf dem Konzept der zeitlosen Schönheit aufbaut, war es nur logisch, sich für eine stilvolle und umweltfreundliche Verpackung zu entscheiden, die den Kreislauf von Verpackung zu Verpackung schließt.

Zum Gewinner bei den Laminattuben kürte die Jury eine Tube von L‘Occitane, die von Albéa hergestellt wurde. L’Occitane wurde 1976 in der Provence gegründet, seine Kosmetikprodukte werden auf Basis ätherischer Öle und natürlicher Inhaltsstoffe in Südfrankreich hergestellt und vereinen Tradition und Innovation. Das Unternehmen verfügt heute über mehr als 3.000 Verkaufspunkte in mehr als 90 Ländern. L’Occitane hat mit Albéa zusammengearbeitet, um die Verpackung seiner ikonischen 30-ml-Handcreme-Kollektion zu erneuern, angefangen mit der Sheabutter-Version.

Die Umstellung beinhaltete den Wechsel von einer Aluminium Barrier Laminate (ABL)-Tube zu einer Greenleaf-Tube, einer APR-zertifizierten Lösung mit einer mehrschichtigen Hülle aus HDPE, die die frühere ABL-Tube ersetzt. Für den Verschluss entschied sich L’Occitane für die EcoTop-Technologie von Albéa mit OctoTop, einem 2-in-1-Flip-Top-Verschlusssystem mit der ikonischen achteckigen Form, die ein Synonym für L’Occitane ist, wodurch die Notwendigkeit eines Peel-Siegels entfällt. Durch den Einsatz des OctoTop-Öffnungssystems und der Greenleaf-Tube konnte die Anzahl der Materialien von 5 auf 2 und die der Komponenten von 3 auf 2 reduziert werden. Dies führte zu einer Gewichtsreduzierung um 23% im Vergleich zur bisherigen Tube und ermöglichte gleichzeitig die Wiederverwertbarkeit der gesamten Tube in den bestehenden Recyclingströmen in Frankreich, Europa und den Vereinigten Staaten.

Auf dem ersten Platz bei den Kunststofftuben landete die Tube Decathlon Active Solaire Sun SPF50 sunscreen von Albéa. Decathlon ist eine Sportmarke, die möglichst vielen Menschen die Freude am Sport ermöglichen will. 1976 von sieben Freunden in der Nähe von Lille gegründet, war das Konzept damals eine Revolution: Eine Verkaufsfläche nur für Sportartikel, von der Bekleidung bis zu Equipment; und das zu erschwinglichen Preisen. Heute bietet das Unternehmen mit seinen über 100.000 „Teammates“ in mehr als 1.700 Stores und über 70 Ländern Sportequipments für über 80 Sportarten an. Decathlon hat sich für Albéa entschieden, um die Tuben für sein Sonnenschutzmittel Active SolaireSun SPF50 herzustellen. Der Sporteinzelhändler hat sich für eine PCR Max Tube entschieden, die zu 70 % aus recyceltem Material (PCR) besteht. Der PCR-Tubenkörper wird mit dem EcoFusion Top von Albéa kombiniert, einer Verschmelzung von Tubenkopf und Deckel zur weiteren Gewichtsreduzierung. Mit der Innovation EcoFusion Top wird eine Gewichtsreduzierung von 80 % im Vergleich zu einer Standardlösung für Tubenkopf und Deckel erreicht. Der Tubenkörper besteht aus Monomaterial und kann dem HDPE-Recycling zugeführt werden.

Bei den Prototypen siegte eine Tube des Schweizer Herstellers Hoffmann Neopac. Das innovative Konzept und seine gelungene Umsetzung konnten die Jury überzeugen. Das Unternehmen stellt die kleinste kindersichere Tube der Welt vor, die einen Durchbruch bei der kompakten und sicheren Verpackung darstellt. Die Hochbarrieretube macht zusätzliche Blister überflüssig. Sie hat einen Durchmesser von 10 mm mit einer Wandstärke von 0,30 für 0,4 – 2 ml Inhalt. Der Verschluss besteht aus einer zweiteiligen PE/POM-Komposition, die Kindersicherheit ist gemäß US 16 CFR § 1700.20 und EU ISO 8317 geprüft. Zusätzlich kann die Tube mit einem Tropfeinsatz für eine präzise Dosierung ausgestattet werden. Als Dekorationsmöglichkeiten stehen ein farbiger Tubenkörper, ein migrationsarmer Offsetdruck und eine Lackierung zur Verfügung. Die leichte und ergonomisch gestaltete Tube erfüllt die Anforderungen der Pharma-, Verbraucher- und Tiergesundheitsbranche und wird unter ISO 8-Reinraumbedingungen für höchste Sauberkeit in der Schweiz und in den USA hergestellt. Das Ergebnis ist eine herausragende Primärverpackungslösung, die ein Höchstmaß an Schutz bietet und dabei ein professionelles Aussehen und eine starke Markenidentität bewahrt.

In der Kategorie Sustainability schließlich trug die EcoLittle Top Tube den Sieg davon. Sie wurde von Albéa für Clarins produziert, einem französischen Unternehmen, das als die Nummer 1 für Premium-Hautpflege in Europa gilt und in rund 150 Ländern mit seinen innovativen und natürlichen Produkten für verantwortungsvolle Schönheit steht. Clarins und Albéa haben gemeinsam an dem EcoLittle Top-System gearbeitet. Der neue, an das Probenformat angepasste Flip-Top-Verschluss ist eine Antwort auf die dreifache CSR-Herausforderung der Gewichtsreduzierung, der Wiederverwertbarkeit und der Verwendung von recycelten Materialien. Im Einklang mit den CSR-Verpflichtungen beider Marken erfindet EcoLittle Top die Proben von Clarins neu. Mit EcoLittle Top, der jüngsten Ergänzung des EcoTop-Sortiments von Albéa, wird Clarins sein Angebot an Probentuben aufwerten. Dank des Wegfalls einer Komponente bietet EcoLittle Top eine Gewichtsreduzierung von 47% für die gesamte Tube. Im Einklang mit dem Engagement von Clarins und Albéa für die Kreislaufwirtschaft besteht die Tube zu 45% aus recyceltem Material, das aus der PCR Max-Reihe des Herstellers stammt. Die PCR PE-Lösung in Kombination mit EcoLittle Top aus HDPE ist somit ein Monomaterial, das in HDPE-Strömen recycelbar ist. Durch die Verwendung von recyceltem Kunststoff wird die Menge an neuem Kunststoff, die für die Herstellung der Tuben verwendet wird, reduziert.

„Unser weltweit anerkannter Wettbewerb „Tube des Jahres“ ist immer auch ein international vielbeachteter Gradmesser und Trendindikator für aktuelle und zukünftige Entwicklungen in der Tubenindustrie“, so etma Generalsekretär Gregor Spengler in seinem abschließenden Fazit. „Wenig überraschend stehen nach wie vor nachhaltige und Ressourcen effiziente Verpackungslösungen im Mittelpunkt des Wettbewerbs. Hier sind insbesondere eine verbesserte Recyclingfähigkeit, weitere Materialreduzierungen und der verstärkte Einsatz von rezyklierten Materialien zu nennen. Im Trend liegen aber auch kleinere Tubenformate, was gesellschaftliche Entwicklungen wie eine steigende Mobilität und der Trend zu Single-Haushalten widerspiegelt. Und unter all diesen Aspekten erweist sich die Tube immer mehr als das maßgeschneiderte und zeitgemäße Packmittel der Zukunft.“

 

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