- Schwaches Plus bei Aerosoldosen: Wachstum +1,0 % gegenüber 2024 mit 568,1 Mio. Stück im Jahr 2025, getrieben von Personal-Care-Segment
- Leichter Rückgang bei Aluminium-Tuben: -1,4 % gegenüber 2024 bei 756,4 Mio. Stück im Jahr 2025, vor allem aufgrund schwacher Pharmanachfrage
- Ausblick 2026: Keine Trendwende zu erwarten; strukturelle Herausforderungen und Produktionsverlagerungen ins Ausland belasten die Branche
Die Mitglieder des Fachverbands Tuben, Dosen und Fließpressteile von Aluminium Deutschland berichten für 2025 von einer in Teilen differenzierten Entwicklung auf dem deutschen Markt: Die Lieferungen von Aerosoldosen nach Deutschland lagen leicht über dem Vorjahresniveau, während Tuben geringfügig darunter blieben. Aerosoldosen profitieren weiterhin vom Personal-Care-Segment, während Tuben insbesondere im Pharmabereich rückläufig sind. Insgesamt bleibt die Nachfrage in Industrie- und Konsumsegmenten volatil.
Aluminium-Aerosoldosen – Wachstum getragen vom Personal-Care-Segment
Im Jahr 2025 wurden rund 568,1 Millionen Aluminium-Aerosoldosen nach Deutschland geliefert. Dies entspricht einem Anstieg von 1,0 % gegenüber 2024. Trotz deutlicher Nachfragerückgänge in Lebensmittel, Pharma und Haushaltsprodukten konnte das Gesamtwachstum erzielt werden. Ausschlaggebend war insbesondere die sehr starke Nachfrage im Deodorant-Segment, dem mit Abstand größten Markt für Aluminium-Aerosoldosen. Darüber hinaus verzeichnete auch das Haarpflegesegment zweistellige Zuwachsraten bei den Lieferungen.
Aluminiumtuben – Leichter Rückgang nach schwacher Pharmanachfrage
Die Lieferungen von Aluminiumtuben nach Deutschland beliefen sich 2025 auf rund 756,4 Millionen Stück, ein Rückgang von 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung ist vor allem auf eine enttäuschende Nachfrage aus dem Pharmasektor zurückzuführen, der im Jahresverlauf hinter den Erwartungen zurückblieb.

Industrie unter Druck: Keine Trendwende in 2026 erwartet
Der Vorsitzende Johannes Schick des Fachverbands Tuben, Dosen und Fließpressteile erklärte hierzu: „Die Zahlen für 2025 zeigen sowohl die Widerstandsfähigkeit als auch die strukturellen Herausforderungen unserer Branche. Die dynamische Entwicklung im Deodorant- und Haarpflegesegment verdeutlicht von Aluminium-Aerosolverpackungen im Personal-Care-Bereich, dennoch bleibt der Ausblick insgesamt verhalten. Für 2026 erwarten wir keine spürbare Verbesserung – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender De-Industrialisierungstendenzen und der wachsenden Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, schwächt dies nicht nur einzelne Marktsegmente, sondern die gesamte industrielle Wertschöpfungskette am Standort Deutschland. Industrie, vorgelagerte Lieferkette und Politik müssen daher gemeinsam handeln, um diese Entwicklung umzukehren und Deutschland langfristig als starken und wettbewerbsfähigen Produktionsstandort zu sichern.“
Teilen
Madeleine Hartmann
Themen
Aluminium Lexikon
Bereits 1894 gab es Fahrräder mit Aluminiumrahmen, 1899 wurden in Deutschland Autos mit Aluminiumkarosserie gebaut. 1907 ...
Weitere Artikel zum Thema
25.02.2026
Schwaches Plus bei Aerosoldosen: Wachstum +1,0 % gegenüber 2024 mit 568,1 Mio. Stück im Jahr 2025, getrieben von Personal-Care-Segment Leichter Rückgang ...
18.02.2026
Aluminiumindustrie weiterhin im Krisenmodus: Seit 2021 kein Wachstum, Produktionsniveaus nur noch bei 76 bis 88 Prozent des Vorkrisenniveaus und deutlich ...
12.02.2026
Die Deutsche Aluminium-Allianz war am 11. Februar mit Vertretern zu Gast im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Wir hatten dort ...





